Find out what the war-induced sudden disappearance of large quantities of wheat means for African countries and their food security.

1       Einleitung

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2. Bedrohung der Getreideversorgung Afrikas

Russland und die Ukraine spielen eine wichtige Rolle auf dem weltweiten Markt der Landwirtschaft. So auch in der Produktion von Getreide, in diesem besonderen Fall Weizen. Afrika treibt regen Handel mit diesen zwei Ländern. Im Jahr 2020 importierten afrikanische Länder Landwirtschaftliche Produkte im Wert von 4 Milliarden US-Dollar aus Russland. Davon waren ca. 90% Weizen und 6% Sonnenblumenöl. Besonders zu erwähnen ist hier Ägypten, welches etwa für die Hälfte davon verantwortlich ist. Ähnlich steh es mit der Ukraine. Hier wurden waren im Wert von 2.9 Milliarden US-Dollar nach Afrika exportiert. Den grössten Anteil machen Weizen mit 48% und Mais mit 31% aus.

Auf Grund Russlands Invasion in der Ukraine befürchten viele Spezialisten, dass der Getreidehandel mit Afrika einbrechen könnte. Wandile Sihlobo, Chefökonom der südafrikanischen Landwirtschaftskammer, teilt diese Ängste. Vor allem eine Erhöhung der Preise bereitet ihm Sorge. Hier ist aber zu erwähnen, dass die Preise für Getreide bereits seit 2020 ansteigen. Dies auf Grund einer Dürre in Südamerika und Indonesien und der wachsenden Nachfrage Chinas und Indiens. Würde der Handel aus der Region am schwarzen Meer nun einbrechen, hätte das einen globalen Anstieg der Preise zur Folge. Dieser Fakt bereitet den afrikanischen Staaten Sorgen .

Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine werden unter anderem in den Preisen landwirtschaftlicher Rohstoffe zu sehen sein .

2.1. Beispielfall Ägypten

Weizen ist eines der wichtigsten der Nahrungsmittel in Ägypten. Rund 62% des verwendeten Weizens wird importiert. Der grösste Teil des Getreideimports stammt aus Russland und der Ukraine. Um diese Abhängigkeit zu verringern sind eine Reihe politischer Massnahmen möglich. In Anbetracht der momentanen Krise in der Ukraine wird es für Ägypten immer wichtiger zu handeln .

Ägypten ist bereits der grösste Weizenimporteur. Mit einer jährlichen Wachstumsrate von 1.9% wird der Import von Nahrungsmitteln immer wichtiger, um die gesamte Bevölkerung versorgen zu können. Die Importe von Getreide haben in den letzten drei Jahrzehnten stärker zugenommen als die einheimische Produktion .

Ein grosser Teil des ägyptischen Weizenmarktes wird von staatlichen Stellen kontrolliert. Die Auswirkungen des Krieges haben diese Stellen bereits erreicht. Auf Grund fehlender Angebote aus Russland und der Ukraine mussten bereits einige Ausschreibungen zurückgezogen werden. Momentan muss jedoch noch kein Engpass befürchtet werden. Die Lagerbestände Ägyptens reichen für weitere fünf Monate. Wie es danach weiter geht ist noch unklar. Falls die Ukraine in diesem Jahr keinen Weizen exportieren kann und die Sanktionen gegen Russland den Getreidehandeln behindern, muss sich Ägypten einen neuen Lieferanten suchen. Da die Häfen der Ukraine am schwarzen Meer geschlossen sind, lässt sich vermuten, dass dieser Fall eintreten wird. Neue Lieferanten zu finden wird für Ägypten kein leichtes Unterfangen .

Die steigenden Preise stellen ein weiteres Problem dar für Ägypten. Am 07. März haben die Preise den Höchststand seit zehn Jahren erreicht. Bereits vor dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine stiegen die Rohstoffpreise in Ägypten. Mit dem Krieg wird der Druck auf die Verbraucher weiter erhöht. In einigen Ländern wurden Ausfuhrbeschränkungen verhängt, was die Preise für Weizen weiter in die Höhe treibt. Zusammen mit dem Exportstopp von Weizen aus Russland und der Ukraine wird dazu führen, dass die Weizenpreise das ganze Jahr 2022 hoch bleiben werden. Da die Produktion in anderen Ländern nicht ausgeweitet werden kann, ist zu befürchten, dass die Preise auch im nächsten Jahr noch hoch bleiben werden. Durch diese Umstände könnten sich die Ausgaben Ägyptens für Weizen fast verdoppeln

Abschliessend lässt sich sagen, dass der Krieg in der Ukraine die weltweite Lebensmittelsicherheit auf die Probe stellt. Besonders Länder wie Ägypten, welche so stark von den Kriegsparteien abhängig sind, werden mit grossen Herausforderungen konfrontiert. Die langfristigen aber auch die kurzfristigen Auswirkungen auf den Lebensmittelmarkt hängen davon ab, wie sich der Krieg entwickelt. 

3 Handel mit Russland

Russland einer der wichtigsten Akteure au dem globalen Agrarmarkt. Russland ist aber nicht nur ein wichtiger Exporteur von Getreide, sondern auch von Düngemitteln. Bislang standen vor allem die steigenden Preise und das Angebot von Weizen im Fokus. Doch Russland ist weltweit der grösste Exporteur von Düngemitteln. Diese Düngemittel haben einen Einfluss auf die landwirtschaftlichen Erzeugnisse auf der ganzen Welt. Momentan lässt sich noch nicht sagen, wie sich der Krieg auf den Export von Düngemitteln auswirken wird. Die Sanktionen, welche gegen Russland verhängt wurden, könnten sich negativ auf die Handelsaktivitäten Russlands auswirken. Diese Umstände könnten die Preise für Düngemittel noch weiter in die Höhe treiben. Diese Preisanstiege haben Konsequenzen für die Landwirten und die Verbraucher .

Bibliographie

Sihlobo, Wandile. 2022. “Comment le conflit Russie-Ukraine pourrait influer sur l’approvisionnement alimentaire de l’Afrique,” 4.
Sihlobo, Wandile. 2022. “Russia’s War with Ukraine Risks Fresh Pressure on Fertiliser Prices.” The Conversation. 2022. http://theconversation.com/russias-war-with-ukraine-risks-fresh-pressure-on-fertiliser-prices-178334.
Breisinger, Clemens, David Laborde Debucquet, Joseph Glauber, Kibrom Abay, and Lina Alaaeldin Abdelfattah. 2022. “Russia-Ukraine Crisis Poses a Serious Threat to Egypt – the World’s Largest Wheat Importer.” The Conversation. March 17, 2022. http://theconversation.com/russia-ukraine-crisis-poses-a-serious-threat-to-egypt-the-worlds-largest-wheat-importer-179242.